Verbringungskosten

Als Verbringungskosten bezeichnet man die Kosten, die entstehen, um das Fahrzeug für eine Instandsetzung zur Werkstatt oder zum Lackierer zu überführen. Daher hat der Geschädigte eines Unfalls Anspruch auf die Übernahme der Verbringungskosten durch die Versicherung des Unfallverursachers. Der KFZ-Sachverständige dokumentiert die Höhe der Verbringungskosten in seinem Schadengutachten.
Auch für die Überführungskosten bestehen Schadensersatzansprüche gegenüber der Kfz-Haftpflichtversicherung des Schädigers. Der Anspruch besteht auch bei fiktiver Schadenabrechnung, also auf Basis des Schadensgutachten abgerechnet wird. Die Dispositionsfreiheit überlässt den Geschädigten die Wahl, ob und wann er das bei einem unverschuldeten Unfall beschädigte Fahrzeug reparieren lässt oder den Schadensersatz anderweitig nutzt. So kann der Geschädigte auch bei einer Eigenreparatur die Erstattung der Verbringungskosten verlangen.